was ist kreiskultur

Was ist Kreiskultur?

Der Kreis ist Symbol der Ganzheit, der Einheit, des Vollkommenen und des zyklischen Werdens und Vergehens.
Eine Sache fühlt sich «rund» an, wenn es «gut» ist.
Uns allen ist das Bild der Urmenschen, die im Kreis um ein Feuer sitzen, vertraut: Gemeinschaft, Verbundenheit, Schutz, Staunen, den Geschichten lauschen…

Kommst du mit in den Kreis?

Mit dem Begriff „Kreiskultur“ verbinden wir zwei Aspekte:

Menschen, die sich im Kreis treffen und die damit verbundenen Redestab-Prinzipien
Zyklisches Weltbild in Verbindung mit dem Lebensrad/Medizinrad

Wenn Menschen im Kreis zusammensitzen, dann ist es möglich, dass jede Person jede andere sieht.
Niemand sitzt hinter einem anderen.
Niemand hat eine „bessere“ oder erhöhte Position.
Dies hilft, alle beteiligten Menschen als gleichwertig wahrzunehmen, selbst wenn eine oder einige Menschen temporär eine Leitfunktion haben.

Eine gestaltete Mitte (Feuer, Kerze, Symbol-Gegenstände) erinnert uns an das größere Ganze und an das, was kollektiv entsteht.
Dies fördert eine offene und echte Beziehung zwischen Menschen, der Natur und dem «großen Geist».
Ein Redegegenstand (Redestab, Stein, Glaskugel, Holzlöffel…) dient dazu, dass nur diejenige Person spricht, die ihn hält, und dass die anderen bewusst und aufmerksam zuhören. Dies fördert Ruhe, statt hitzige Diskussionen.
Und introvertierte Menschen bekommen Raum, um ihre Gedanken und Gefühle auszusprechen, während extravertierte Menschen sanft eingeladen sind, sich etwas zurückzuhalten.

Mit „sprechen“ ist nicht nur verbales sprechen gemeint. Sondern auch Körper- und Gefühlsausdruck. Zeige dich, mit deiner inneren Wahrheit, deinem Wesen und deinen Fähigkeiten. Zeit für Tränen, Zeit für Wut, Zeit für Wahrhaftigkeit, Zeit für Enttäuschung, Zeit für Freude, Zeit dafür, ehrlich und authentisch zum Ausdruck zu bringen, was immer dich bewegt und in dir vorgeht, und Zeit von der Gemeinschaft bezeugt, gehört und wahrgenommen zu werden.

Ich bin dabei, weil mir ein gutes Miteinander von uns Menschen am Herzen liegt.

– Andreas

In unserem modernen Leben sind wir uns lineares Denken gewohnt. Die meisten Dinge (Projekte, Prozesse, Abläufe, das Leben überhaupt) verlaufen vom Anfang bis zum Ende, und wenn fertig ist, ist fertig.
So, wie wir es mit unseren Produkten halten: Weg in den Kehricht, end-of-life. Und gleichzeitig fürchten wir den Tod.

In unserem zyklischen Weltbild hingegen gibt es auch etwas nach dem Ende und vor dem Anfang.
Beziehungsweise zwischen dem Ende und dem Anfang: Die Stille, das Unfassbare, die Dunkelheit, das Nichts, das feinstofflich-spirituelle, der transformierende Raum.

Das Sein und das Nicht-Sein, das Fassbare und das Unbegreifliche, das Physische und das Nicht-physische, die Seele und das Ego, Verstand und Herz, Yin und Yang. Alles hat Platz und seinen Wert in Lebensrädern (in einigen Traditionen auch «Medizinrad» genannt). Mit deren Betrachtungsweisen wird unser Weltbild rund und „ganz“ und spürbar stimmiger. Wie fehlende Puzzleteile, die in der modernen Denkweise oft ignoriert, belächelt oder sogar bekämpft werden.

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